Leseverhalten - His and Her Books

Elchi | Montag, 30. November 2015 | Kommentieren

Name:
Kay Hasse

Geburtstag:
05.01.1974

Geburtsort:
Gardelegen

Blog:


Was bedeutet Lesen für dich?

Lesen hilft mir dabei, Abstand vom Alltag herzustellen. Natürlich stehen Frau und Kinder
immer an erster Stelle. Doch wenn es dann abends ruhiger im Haus wird, verkrieche ich
mich einfach in einem Buch und genieße den Abstand.
Das Lesen ist sowas wie ein Ausgleich für mich. Ohne Lesen würde etwas Wichtiges fehlen.


Hast du als kleines Kind schon gerne gelesen?

Oh ja, auch als Kind habe ich Bücher nahezu verschlungen. Und dass die Gene von Steffi
und mir auch entsprechend vererbt wurden, sieht man an unseren Kindern. Unser großer
Sohn Colin ist auch ein Vielleser geworden, unserem Nico lesen Steffi und ich viel vor,
weil er so wissbegierig ist. Beide saugen die Geschichten förmlich in sich auf.
Und da unser Haushalt doch sehr Fantasy-lastig ist, wird bei uns im Alltag
des Öfteren halt einfach mal „gezaubert“.


Welche waren deine liebsten Kinderbücher?

An Kinderbücher selbst kann ich mich gar nicht mehr wirklich erinnern. Auf jeden Fall kann
ich aber sagen, dass mir später „Robinson Crusoe“ „Die Welle“ und „Trainspotting“ sehr gut
gefallen haben. Zugegebenermaßen ein teils trashiger Geschmack.
Aber die Provokation mochte ich.


Was ist dein ältestes Buch im Regal?

Das ist eine Taschenbuchausgabe von „Romeo und Julia“.
Steffi hat es in der 6. Oder 7. Klasse für den Unterricht gebraucht.
Und jetzt steht es bei uns im Regal.


Welche Genres liest du am liebsten?
Welche Genres liest du nicht so gerne?
Und warum?

Ich lese auf jeden Fall gern dystopische Geschichten. Auch Fantasy ist ein Thema,
das ich gern in Geschichten habe. In der Thriller-Ecke bin ich ebenfalls zu Hause.
Eigentlich gibt es kein direktes Genre, dem gegenüber ich total abgeneigt bin.
Ich habe schon vieles probiert, vielleicht lag es dann auch an der zufällig richtigen Auswahl,
aber Gefallen habe ich an den Geschichten dann schon gefunden. So kleine Ausflüge
zu Unbekanntem sind manchmal richtig wertvoll.


Wer ist dein(e) Lieblings-Autor/in?

Die Frage kann ich nicht ganz so einfach beantworten. Obwohl, ich mache es mir jetzt doch
mal leicht :) Meine Lieblingsautorin sehe ich jeden Tag und verbringe mit ihr mein Leben.
Denn das ist dann eindeutig meine Frau Steffi. Ich durfte von Beginn an immer Testleser
der ersten Stunde sein und damit sind Steffis Geschichten ein ganz wichtiger Bestandteil
meines Lebens.

Darüber hinaus liebe ich die Bücher von Ursula Poznanski. Ich glaube, es gab bisher
noch keine einzige Geschichte von ihr, die mir nicht gefallen hat. Aber ich mag auch
Jennifer Benkau und Thomas Thiemeyer.
Ich befürchte, die Aufzählung könnte ich noch eine Weile fortsetzen…


Wie sehen deiner Meinung nach die perfekten Charaktere aus?
Welche Eigenschaften sollten sie besitzen?

Perfekte Charaktere gibt es nicht. Irgendeinen Makel findet man immer.
Ich mag es, wenn ein Charakter auch seine Schwächen nicht verschweigt,
dennoch immer dagegen „ankämpft“ und das Beste für die Sache gibt.


Liest du lieber Bücher mit Happy End oder ohne?

Ein Happy End benötige ich nicht unbedingt für einen guten Buchgenuss.
Es kommt halt immer auch auf die vorangegangenen Entwicklungen an.
Ein Happy End kann hierbei manchmal auch störend wirken.


Darf eine Geschichte auch total skurril und abgefahren sein,
oder sollte sie trotz Fantasy-Elemente lieber authentisch wirken?

Skurril und abgefahren sind genau die Elemente, die „Dancing Jax“ beschreiben.
Eine meine absoluten Lieblingsreihen. Ich liebe, liebe, liebe es.


Was gefällt dir an einem Buch überhaupt nicht?

Es gefällt mir nicht, wenn die Geschichte einen enormen Kontrast bekommt und 
überdetailliert wirkt. Ich bin eher ein Mensch des Handelns und schnellen Geschehens.
Ich muss nicht wissen, dass der Stein, der hinter der Hausecke liegt, bei strahlendem
Sonnenschein einen Schatten wirft, der rosa schimmert, weil in der Nähe ein
Himbeerstrauch steht, der das Licht reflektiert. Das ist mir dann ganz einfach zu viel.


Hast du schon mal ein Buch abgebrochen, weil es dir so gar nicht gefallen hat?
Und wenn ja, welches?

Ja, das habe ich tatsächlich schon mal… Und dafür werden mich wahrscheinlich einige
Leserinnen und Leser steinigen, die das Buch geliebt haben…
Es war „Die Bestimmung“. Ich bin einfach nicht in die Geschichte gekommen,
irgendwann habe ich aufgegeben. Dafür liebe ich die Filme :)


Was hältst du von Buchreihen? Liest du sie gerne?
Wenn ja, wie viele Bände sollte eine Reihe deiner Meinung nach höchstens haben,
oder ist dir die Länge egal? (z. B. bevorzugt: Dilogie, Trilogie, ...)

Ich liebe Buchreihen. Manchmal ist mir ein Band ganz einfach zu wenig.
Aber mehr als drei Bände sollte eine Reihe für mich nicht haben, weil irgendwann
die Neugier nachlassen kann. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel…


Wie stehst du zu Buchverfilmungen?
Schaust du sie gerne oder magst du sie eher nicht so?

Wir mögen beide Buchverfilmungen, wenn sie denn gut gemacht sind.
Wir waren in allen „Hobbit“-Filmen, kaufen uns dazu noch die eine oder andere Blu-Ray.
Es gibt natürlich auch Verfilmungen, die hätten wir uns lieber erspart.
Aber lassen wir das lieber.


Hörst du auch Hörbücher? Wenn ja, welche Genres?
Und was gefällt dir an einem Hörbuch besonders?

Hörbücher sind irgendwie nicht mein Ding.
Steffi liebt sie, ich kann Hörbüchern bedauerlicher Weise nichts abgewinnen.


Bevorzugst du Taschenbücher, Hardcover Ausgaben oder E-Books?
Und warum?

Das kommt ganz auf die Situation an. Vom Optischen her bevorzuge ich eindeutig Hardcover.
Doch auch in vielen Taschenbüchern und E-Books habe ich schon wundervolle
Geschichten gefunden. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich manchmal schon!


Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches?

Schöne Cover sind natürlich schon Eyecatcher und verleiten dazu, das Buch genauer
anzuschauen. Allerdings habe ich auch schon oft die Erfahrung machen müssen, dass
hinter einer schönen Fassade nichts gesteckt hat. Insofern widme ich meine
Aufmerksamkeit auch Büchern, die auf den ersten Blick nicht so anziehend wirken.
In der Buchhandlung nehme ich sie dann einfach und lese kurz hinein. So habe ich
schon so manchen versteckten Schatz finden können. Es lohnt sich also, nicht immer nur
auf das Äußere zu schauen, auch wenn da viele Leute anderer Meinung sein sollten.
Ich gebe auch dem „hässlichen Entlein“ eine Chance!



Hattest du schon mal ein besonderes Erlebnis mit irgendeinem Buch?

Diese Momente erlebe ich irgendwie dauernd.
Gerade von Büchern, bei denen man eigentlich nichts als einigermaßen gute
Unterhaltung erwartet, haben mich plötzlich umgehauen. Wenn ich mich dabei
festlegen müsste, würde ich sagen, dass „Der Übergang“ von Justin Cronin
mir so manchen Moment verschafft hat.


In welches Buch würdest du dich gerne einmal selbst hinein träumen?

„Shades of Grey“…*lach* Nein, die Geschichten, die ich zum Lesen auswähle,
haben meistens so viel Tempo, Gewalt usw., da könnte ich gar nicht mithalten.
Insofern fühle ich mich in meiner Rolle als Leser meistens sehr wohl.


Wenn dein Leben ein Buch wäre, welchen Titel würde es tragen?

Das Buch würde wahrscheinlich „Das unspektakuläre Leben des Kay“ heißen.
Wir erleben natürlich schon ziemlich viele schöne und wertvolle Dinge.
Aber ansonsten sind wir eine ganz normale Familie.


Hast du ein strukturiertes Leseverhalten?
Sprich liest du regelmäßig, z. B. jeden Abend und auch immer nur ein Buch
nach dem anderen? Oder liest du auch mal mehrere Bücher gleichzeitig
und dabei auch querbeet durch die Genres?

Wir haben es uns angewöhnt, jeden Abend zu lesen.
Das Lesen ziehen wir dem TV u. Ä. deutlich vor. Außer, es läuft eine Serie, die wir
unbedingt schauen wollen, dann machen wir Ausnahmen. Ansonsten nehmen wir
uns jeden Tag konsequent die Auszeit vom Alltag, indem wir uns in Büchern verlieren.


Wo liest du am liebsten?

Die Antwort ist kurz und knapp…
Mein Leseplatz auf unserem Sofa ist fest reserviert  :)


Was gehört für dich zu einem gemütlichen Lesenachmittag / -abend dazu?

Lesegemütlich wird es bei uns nachmittags, wenn beide Kinder ohne zu streiten
miteinander spielen oder Kindergarten-/Schulfreunde zu Besuch sind, so dass man
kaum mitbekommt, dass man Kinder hat. Wenn das nicht der Fall ist, spielen wir
mit unseren Kindern natürlich sehr gern diverse Spiele oder lesen ihnen vor oder
stellen alternative Weltentheorien auf. Denn in unserem Haus lebt die Fantasie :)


Knabberst und naschst du ganz gerne mal beim Lesen?
Wenn ja, was?

Beim Lesen gibt es eigentlich seltener Knabbereien bei mir.
Da konzentriere ich mich in der Regel absolut auf die Geschichte.


Darf ein Buch Leserillen / Eselsohren / Kaffeeflecken oder sonstige Mängel  haben,
oder sollte es möglichst neu aussehen (auch nach dem Lesen)?

Never! Das geht gar nicht.
Sowohl Steffi als auch ich achten darauf, dass dem Buch auf keinem Fall etwas passiert,
auch wenn es manchmal bei aller Vorsicht nicht zu vermeiden ist
Wer könnte einem Buch denn so etwas absichtlich antun?