[REZENSION] "Taghelle Nacht" von Valentina Kramer

Elchi | Samstag, 17. Januar 2015 |
Autorin: Valentina Kramer
Taschenbuch: 292 Seiten
Verlag: Books on Demand /THG Verlag (November 2014)
Genre: Jugendbuch / Fantasy
ISBN-10: 3738606718
ISBN-13: 978-3738606713
Preis: € 9,99 [D]
Teil einer Reihe? Ja, 1. Teil



 




Inhaltsangabe:

Die siebzehnjährige Lisa ist Geisterjägerin und hat sich bei ihrem letzten Auftrag überschätzt. Das Nachtwesen war eine Nummer zu groß für sie und hat sie mit einem magischen Fluch belegt, der sie selbst in den kommenden Tagen zu einem Nachtwesen wandeln soll. Ihr bleiben nur wenige Tage um denjenigen zu finden, der ihr diesen Fluch auferlegt hat und ihn dazu zu bringen, diesen rückgängig zu machen. Also begibt sie sich gemeinsam mit ihrem Team auf Mission. Ihre Suche beginnt in dem Nachtclub „Mitternacht“, einem Treffpunkt der Nachtwesen. Dort trifft Lisa auf Elias, der ihr widerwillig bereit zu sein scheint ihr zu helfen…


Meine Meinung:

„Taghelle Nacht“ von Valentina Kramer ist ein Fantasy-Roman aus deutscher Hand und der erste Teil einer Reihe. 

Die Aussage des Klappentextes, dass eine Geisterjägerin durch einen magischen Fluch selbst zum Nachtwesen werden soll, klang äußerst vielversprechend. Allerdings konnte der Roman meine Erwartungen nur unzureichend erfüllen.

Der Anfang der Geschichte ist eher ein wenig lahm vor sich hingedümpelt. Zwar ist hier und da etwas passiert und es hat sich kurzfristig Spannung aufgebaut, diese ist im nächsten Moment aber eher wieder abgeflacht. Erst ab Beginn des ersten Drittels konnte man sagen, dass die Geschichte anfängt interessant zu werden und die Geschehnisse nach und nach ihren Lauf nehmen. Als sich das Spannungslevel dann relativ durchweg gehalten hat und man endlich dachte weiteren Geheimnissen auf die Spur zu kommen, war schwuppdiwupp das Buch auch schon zu Ende. Und wie sollte es anders sein – natürlich endet es in einem fiesen Cliffhanger, der einen mit der Frage quält wie es mit Lisa weitergeht und ob Elias wirklich gute Absichten verfolgt oder ob er nicht doch irgendwie mit der Situation zu tun hat.

Zu den Charakteren kann ich nur so viel sagen, dass ich mit der Hauptprotagonistin Lisa nicht sonderlich warm wurde. Meiner Meinung nach ist sie ziemlich eigen und tut immer nur so stark, wobei ich mich hier frage, ob dies nicht manchmal einfach nur Naivität ist. Auch konnte ich manche ihrer Handlungen nicht ganz nachvollziehen und sie könnte ein wenig mehr Tiefgang und Gefühl vertragen.  Besonders wenn es um Gefühle geht, scheint sie immer ganz schnell abzuschweifen um diese ja nicht zulassen zu müssen. Über ihre Fähigkeiten als Geisterjägerin kann ich auch nicht großartig urteilen, da sie sich ja gleich zu Beginn der Geschichte mit ihren Fähigkeiten überschätzt hat und alles auf eigene Faust klären will.

Viel besser hat mir dagegen Elias, der Nachtgeist gefallen. Er wirkt nicht nur geheimnisvoll sondern scheint zudem auch noch ein Geheimnis zu hüten. Auch wäre er der perfekte Mann, wäre er nicht ein Nachtgeist. Denn er ist charmant, sieht super gut aus und ist nicht auf den Mund gefallen. Allerdings weiß man auch hier noch nicht, ob er zu den Guten oder zu den Bösen gehört und ob er nicht doch ein falsches Spiel spielt. Es wäre schön noch mehr über diesen Typen zu erfahren.

Zu den Nebencharakteren kann ich nur sagen, sie sind soweit gut ausgearbeitet und spielen wirklich nur eine Nebenrolle, die hier und da ihren Teil zur Geschichte beitragen.

Zum Schreibstil der jungen Autorin gibt es nicht sonderlich viel zu sagen. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen und  ist der aktuellen Jugendsprache angepasst. Nur leider muss ich mich doch wundern, dass trotz eines Lektorates so unendlich viele Fehler in Form von Tippfehlern, stilistischen Fehlern oder einfach nur in Form von Sätzen, bei denen ein Wort fehlte, vorhanden waren. Dies ist mir beim Lesen leider sehr unangenehm aufgefallen und hat meine Leselust ein wenig gemindert. Daher doch auch hier einen Punkt Abzug. Dies sollte vor einer Neuauflage auf alle Fälle kontrolliert werden.

Allen in allem hat mir die Geschichte gut gefallen, jedoch bin ich mir sicher, dass  das vorhandene Potenzial nicht vollständig genutzt wurde und es bleibt noch Luft nach oben. Zumindest würde ich mir eine strukturiertere Handlung mit einem höheren Spannungslevel für den Folgeband wünschen.


Fazit:

„Taghelle Nacht“ von Valentina Kramer ist ein Fantasy-Roman über eine durch einen Fluch infizierte Geisterjägerin, die darum kämmt nicht selbst zu einem Nachtwesen zu werden. Von der Grundidee großartig, aber nicht voll ausgeschöpften Potenzial und noch Luft nach oben. Auch tät dem Buch ein klein wenig mehr Spannung und ein wenig mehr Tiefgang ganz gut.

Wie gesagt leider muss ich nochmal einen Punkt für die übermäßig vielen Fehler abziehen, da die echt unangenehm aufgefallen sind und meine Leselust ein wenig verärgert haben. Sonst wären es 3 Elche, so jedoch leider nur 2 Elche.



Liebe Valentina, vielen lieben Dank für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. bei mir "subbt" das Buch noch, bin schon gespannt, wie es mir gefallen wird =)

    LG Sheena

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    1. Da bin ich auch mal gespannt...
      Wie gesagt, die Idee ist gut, nur hat mir irgendwie etwas gefehlt...
      Liebe Grüße
      Elchi

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