Dienstag, 6. August 2013

[REZENSION] "Herzblut - Gegen alle Regeln" von Melissa Darnell


Autorin: Melissa Darnell
Taschenbuch: 396 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch / Darkiss (März 2013)
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Originaltitel: Crave (The Clann Series #1)
deutscher Titel: Herzblut - Gegen alle Regeln
ISBN-10: 3862785130
ISBN-13: 978-3862785131
Preis: € 12,99 [D] / € 13,40 [A]     Kaufen? Darkiss

Teil einer Reihe: Ja, 1. Teil
(Herzblut #1)

http://www.mira-taschenbuch.de/


 
Inhaltsangabe: (Quelle: Verlagsseite)

Eine verbotene Liebe, Blutsgeheimnisse und eine Heldin zwischen zwei Welten: Melissa Darnells mitreißendes Romandebüt!
Wenn zwei Herzen in deiner Brust schlagen und du für deinen Freund zur größten Gefahr werden kannst - was würdest du tun?
Als Kinder waren sie wie Seelenverwandte. Doch auf der Jacksonville High leben sie wie in zwei Welten. Denn Tristan gehört zur elitären Clann-Clique. Und es vergeht kein Schultag, an dem Savannah den Hass der anderen Clanns nicht zu spüren bekommt ? Dennoch fühlt sie sich immer noch die besondere Verbindung zu Tristan. Als plötzlich dunkle Kräfte in Savannah erwachen, offenbart ihr Vater ihr ein erschütterndes Blutsgeheimnis. Jetzt weiß sie, warum die Clanns sie ablehnen und warum sie Tristan nicht lieben darf: Sie alle haben eine magische Gabe, aber Savannah ist anders - und kann für Tristan zur tödlichen Gefahr werden! Und trotzdem siegt Savannahs Sehnsucht, als Tristan sich heimlich mit ihr treffen will...


Meine Meinung:

„Herzblut – Gegen alle Regeln“ von Melissa Darnell ist eine gefühlvolle Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, deren Clanns verfeindet sind und ihre Liebe daher verboten wird. Es ist der 1. Band einer Trilogie.

Der Schreibstil ist der Jugendsprache angepasst und dementsprechend leicht verständlich. Die Erzählperspektive wird dabei abwechselnd aus der Sicht der Hauptprotagonistin Savannah und dem Hauptprotagonisten Tristan in der Ich-Form geschildert. Normalerweise ist dies ja eine gute Form um die Emotionen der Protagonisten dem Leser näher zu bringen, aber so ganz wollte der Funke dabei leider nicht auf mich überspringen.

Generell habe ich nur schwer in die Geschichte hineingefunden. Zwar erfährt der Leser gemeinsam mit der Hauptprotagonistin Savannah, dass sie kein normales Mädchen ist, sondern eine Dhampirin – also eine Mischung aus Vampir und Mensch, wobei zudem ihre menschliche Herkunft auch noch von den Hexen abstammt. Sprich sie ist eine außergewöhnliche Mischung, die es so zuvor noch nicht gegeben hat. Aber die Geschichte geht mir persönlich zu detailreich in Savannahs Schulleben ein. Es wird in ewig langen Episoden aus ihrem täglichen Schulalltag berichtet, wie sie von ihren Mitschülern, speziell denjenigen, die dem Clann angehören geschnitten wird und ihrer neuen Aufgabe als Betreuerin der Tanzgruppe „Charmers“. Aber auch Savannahs persönliche Gedankengänge fand ich oftmals sehr schwach formuliert und haben sich in ständiger Wiederholung zu einem öden Geflecht von Worten verfangen, weshalb ich mich nicht so recht mit Savannah identifizieren konnte und sie mir ein wenig unsympathisch rüberkommt.

Ein wenig mehr konnte mich dagegen der männliche Hauptcharakter Tristan besänftigen, da er für seine Liebe kämpft. An anderen Stellen hätte aber auch er ein wenig mehr Persönlichkeit vertragen können. Merkwürdig finde ich dabei seine anfängliche Abneigung gegen die Benutzung von Magie. Ich meine, er muss ja nicht gleich den Vorstellungen seiner Eltern entsprechen und die Nachfolge als Clann-Oberhaupt antreten, aber wie er ja nach und nach selbst feststellen musste, hat Magie so manchmal doch auch ihre Vorteile. Die Charaktere kamen mir jedoch im Allgemeinen sehr unreif vor.

Was mich auch ein wenig genervt hat, ist die Tatsache, dass so vieles in irgendeiner Form schon dagewesen ist und die Geschichte total zusammen gewürfelt erscheint. Es gibt eine High-School-Romanze, eine verbotene, Liebe, verfeindete Clanns, dieses mal sind es halt Hexen und Vampire anstatt Vampire und Werwölfe, aber ich konnte nicht wirklich was Neues finden, was mich wirklich hätte fesseln können. Auch haben sich die Erzählungen bis zur ersten Hälfte total in die Länge gezogen, bis es endlich mal spannender wurde und man nach und nach ein wenig tiefer in die wirkliche Geschichte einberufen wurde. Als die Spannung sich dann letztendlich mal halten konnte, war der erste Band auch fast schon wieder vorbei und wir werden mit einem ziemlich fiesem ende zurück gelassen, so dass die Neugierde trotz des miserablen Einstiegs auf den zweiten Band geweckt wurde.

Aber worum geht es genau?

Savannah ist der Meinung ein ganz normales Mädchen zu sein und wird von den Clann-Kids in der Schule gedemütigt wo es nur geht. Dabei waren sie vor einigen Jahren noch sogar sehr gut befreundet und sie versteht den plötzlichen Sinneswandel überhaupt nicht. Leider befindet sich unter den Clann-Kids auch ihr absoluter Traumtyp Tristan, der ihr seitdem auch aus dem Weg zu gehen scheint. Was jedoch sehr merkwürdig ist, sind die ständigen Schmerzen, die sie empfindet, sobald sie in seiner Nähe ist. Als es Savannah urplötzlich immer schlechter geht und ihre Mutter und Großmutter um ihren Zustand bangen, rufen sie auch ihren Vater hinzu. Ihre Eltern leben seit Savannahs Geburt getrennt. Dort tritt ein unerwarteter Wendepunkt in Savannahs Leben ein, mit dem sie nie gerechnet hat. Ihre Eltern offenbaren ihr ihre wahre Identität und nach und nach ergibt ihr ganzes bisheriges Leben einen Sinn, was jedoch gleichzeitig auch ein Fluch zu sein scheint. Was, wie und wo jedoch genau geschieht und warum ich von Fluch rede, müsst ihr selbst herausfinden…
Der Titel „Herzblut- Gegen alle Regeln“ ist meiner Meinung nach passend gewählt und auch die Covergestaltung trifft hervorragend auf die Geschichte zu. Zu sehen ist ein Mädchen mit ausdrucksstarken Augen und blassen Teint in einem weißen Brautkleid, auf einem rotgefärbtem Blätterhintergrund. Das Rot könnte dabei für den Blutdurst und ihre Vampirseite stehen, ebenso der blasse Teint und ihre Augen. Das Brautkleid hat eine gewisse Bedeutung, die ich jetzt nicht vornweg nehmen möchte aber, dass sie komplett in weiß dargestellt wird, könnte vielleicht für die magische Seite ihrer Hexenfähigkeiten stehen. Weiß im Sinne für gute Magie.


Fazit:

„Herzblut – Gegen alle Regeln“ ist der erste Band einer neuen Fantasy-Reihe, der ein wenig mehr Tiefgang und überzeugenderen Emotionen hätte bieten können, denn das Potential der Grundidee, wurde meiner Meinung nach nicht vollständig genutzt, weshalb es eher zumindest im ersten Band, wie ein leichter Abklatsch von so vielen bereits dagewesenem Material ist. Auch die Portagonisten waren nicht überzeugen genug und könnten für den zweiten Band mehr Persönlichkeit gewinnen und noch ein wenig mehr über sich hinauswachsen. Dennoch hat das abrupte Ende es geschafft mich neugierig auf den zweiten Band zu machen, für diesen ich mich wünsche, dass er besser ankommen mag, als der erste.




Vielen lieben Dank an Blogg dein Buch und den Mira Taschenbuch Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar! 



Homepage des Verlages: http://www.mira-taschenbuch.de/
Homepage von Blogg dein Buch:  http://www.bloggdeinbuch.de/
Homepage der Autorin: http://www.melissadarnell.com/

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