REZENSION "Wie der Vater so der Tod" von Tracy Bilen

Elchi | Montag, 3. Juni 2013 |

Autorin: Tracy Bilen
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: ivi (April 2013)
Genre: Jugendbuch / Thriller
Originaltitel: What She Left Behind
deutscher Titel: Wie der Vater so der Tod
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
ISBN-10: 3492702821
ISBN-13: 978-3492702829
Preis: € 14,99 [D] / € 15,50 [A]

Teil einer Reihe? Nein

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Inhaltsangabe: (Quelle: Verlagsseite)

Sie liebt ihn. Sie fürchtet ihn. Sie darf nicht vor ihm fliehen.
Verzweifelt wartet die 16-jährige Sara am vereinbarten Treffpunkt auf ihre Mutter. Es sollte der Start in ein neues Leben werden, weit weg von ihrem gewalttätigen Vater, der seit dem Selbstmord ihres Bruders mehr und mehr den Bezug zur Realität verliert. Aber Sara wartet vergebens – ihre Mutter taucht nicht auf. Zu gerne würde sie ihrem Vater glauben, der behauptet, sie musste überraschend geschäftlich verreisen. Doch Sara ahnt, dass die Wahrheit anders aussieht. Sie beschleicht der schreckliche Verdacht, dass ihr Vater mit dem Verschwinden ihrer Mutter etwas zu tun haben könnte. Die neue Liebe zu ihrem Mitschüler Alex gibt ihr die Kraft, sich der Realität zu stellen. Doch ihre Ermittlungen bringen sie in Lebensgefahr ... 


Meine Meinung:

„Wie der Vater so der Tod“ von Tracy Bilen ist ein spannender Thriller aus dem Jugendbuchbereich, dessen bedrohliche Atmosphäre auf den Leser überspringt.

Sara und ihre Mutter leben in ständiger Angst vor ihrem Vater. Dieser, ein Ex-Polizist ist seit einem Vorfall und dem Umzug in die Kleinstadt nicht mehr derselbe. Sara ist stets bemüht es ihm Recht zu machen und sich seinen Wünschen zu fügen. Ihr verstorbener Bruder Matt, hat die Ansichten seines Vaters nicht geteilt und dem ständigem Druck nicht standgehalten, weshalb er sich umgebracht hat. Daher planen Sara und ihre Mutter die Flucht in ein neues Leben, jedoch kommt alles anders als geplant und Sara durchlebt eine furchtbare Situation, die schwer an die Substanz geht…

Der Schreibstil ist einfach und leicht verständlich, dabei jedoch gleichzeitig sehr ausdrucksstark. Durch die stets wiederkehrenden Gedanken („Wo ist Mum? Ist Mum tot? Warum hat sie mich nicht abgeholt?“) der Protagonistin Sara und den relativ kurzen Sätzen, baut sich zudem durch unvorhersehbare Ereignisse eine ungeheure Spannung auf und wir fürchten und leiden gemeinsam mit Sara mit, was in der nächsten Sekunde passieren wird. Die Erzählweise wird dabei aus der Ich-Perspektive (aus Saras Sicht) geschildert und gibt unmittelbar ihre Gefühle und Gedanken wieder.

Man sollte meinen, dass die Geschichte bei dem schnell voran schreitenden Rhythmus an Spannung verliert, was sie jedoch nicht tut. Die Autorin hat durch gekonnt eingefädelte Ideen und eine sich anbahnende Liebesgeschichte es geschafft eine Grundspannung bis zum Ende der Geschichte durch zu halten. Einzig und allein das Ende konnten mich nicht so ganz überzeugen – hier hätte ich mir ein wenig mehr Drama gewünscht und noch ein klein wenig mehr Tiefe hinein gebracht; es bestand dagegen nur aus spannungsgeladener Action.

Die Charaktere hingegen sind sehr vielseitig gezeichnet und weisen individuell ihre Stärken und Schwächen auf.
Sara, die Hauptprotagonistin ist ein liebes, schüchternes Mädchen, stets bemüht es allen um sich herum Recht zu machen und wächst im Laufe der Geschichte über ihre Ängste hinaus.
Matt ihr verstobener Bruder, scheint zu Beginn in den Erzählungen ein wenig geheimnisvoll, bis zum Ende hin auch seine Persönlichkeit erklärt wird.
Saras Vater, ein Ex-Polizist, hat sich von einem lieben, gutmütigen Mann nach einem Vorfall schwer verändert. Er wirkt meistens abwesend und rastet bei jeder Kleinigkeit total aus, zudem ist er extrem penibel und wird leider gleich handgreiflich.
Zach, Saras bester Freund, ist stets für sie da – ein toller Typ.
Alex ist ein klein wenig der Bad Boy in der Geschichte und wirkt zugleich ganz bezaubernd, da auch er sich wirkliche Sorgen um Sara macht und ihr nach und nach den Kopf verdreht.

Auch das Cover ist wunderbar gestaltet und ist eine wunderschöne Metapher zu dem, was die Geschichte ausdrücken möchte. Zu sehen ist ein zierliches, zerbrechlich wirkendes, junges Mädchen in gebeugter Haltung auf einem ausgetrockneten Boden, der vollkommen ausgedörrt ist. Farblich eher in tristen Farben gehalten von denen die gelben Blumen herausstechen.


Fazit:

„Wie der Vater so der Tod“ ist ein spannender Jugend-Thriller mit eindrucksvollen Emotionen, dessen bedrohliche Atmosphäre auf den Leser übergeht und einem einen Schauer über den Rücken jagt.




Vielen lieben Dank an Lovelybooks und den ivi Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!
(Leserunde)

Kommentare:

  1. KLingt nach einem verdammt interessanten Thriller! Ich hatte bei der Auslosung auf LB leider nicht so viel Glück wie du, aber nach der Rezension packe ich es wahrscheinlich auf meine WL. Danke für die tolle Rezi!

    LG
    Red-Sydney


    PS: Ich hab dich übrigens getaggt:
    http://worldwidebookz.blogspot.de/2013/06/11-fragen-tag.html

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    1. Huhu,

      ja, habe mich auch riesieg gefreut bei der Leserunde dabei sein zu dürfen, schade dass es bei dir nicht geklappt hat.

      Ich fand das Buch sehr interessant vor allem auch wenn man sich mal die Hintergedanken genauer betrachtet und den Druck, der in der armen Sara herrschen muss.

      Bei dem TAG schau ich heute Abend mal rein :)

      Liebe Grüße
      Elchi

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