Samstag, 2. Februar 2013

[REZENSION] "Das göttliche Mädchen" von Aimée Carter


Autorin: Aimée Carter
Taschenbuch: 298 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch (Mai 2012)
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Originaltitel: The Goddess Test
deutscher Titel: Das göttliche Mädchen
ISBN-10: 386278326X
ISBN-13: 978-3862783267
Preis: 9,99 €

Teil einer Reihe? Ja, 1. Teil
(The Goddess test #1)

http://www.mira-taschenbuch.de/






Inhaltsangabe: (Quelle: Klappentext)

Du kannst das Leben deiner Mutter verlängern – wenn du als Wintermädchen bestehst!

Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so … unendlich traurig zu sein.

Bals erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihrer Mutter helfen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.


Meine Meinung:

„Das göttliche Mädchen“ von Aimée Carter ist der Auftakt einer wundervollen Trilogie und der erste Band der „Goddess Test Serie“. Der Autorin ist es gelungen eine faszinierende Geschichte basierend auf der griechischen Mythologie mit den allgegenwärtigen Themen wie „Liebe, Freundschaft, Mut und Vertrauen“, sowie „Trauer und Tod“ zu erschaffen und die Leser durch überraschende Wendungen der aktuellen Geschehnisse in ihren Bann zu ziehen. Auch hat sie durch ihre liebevollen Charaktere und deren Handlungen es geschafft, die Spannung immer mehr zu steigern, so dass man nicht anders kann als weiter zu lesen.

Der Schreibstil der Geschichte ist flüssig und leicht verständlich, wodurch sich das Buch zudem zügig lesen lässt. Untergliedert ist es in einzelne Kapitel, die einen Vorgeschmack passend zum Inhalt der Handlungen bieten. Die Erzählperspektive wird aus der Sicht der Hauptprotagonistin Kate geschildert, wodurch man sich als Leser gleich mit ihr verbunden fühlt und ihre Gefühle hautnah miterlebt.

Die Beschreibung der Charaktere ist sehr vielseitig gewählt und sie wirken durch ihre Stärken und Schwächen sehr authentisch. So haben wir zum einen die Hauptprotagonistin Kate, die die verschiedensten Eigenschaften in sich vereint. Sie ist ein selbstloses, junges Mädchen, das jede freie Minute mit ihrer todkranken Mutter verbringt. Des Weiteren wird sie als sehr mutig dargestellt und scheint besonders willensstark zu sein, auch wenn sie u. a. sehr oft Zweifel hegt, gibt sie nicht auf und sucht nach einem Weg, die vor ihr liegende Hürde zu meistern. Andererseits wirkt sie auch ein wenig naiv, was vor allem bei ihrem Tun und dem Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer Mutter und Henry immer wieder aufgezeigt wird. Manchmal konnte ich ihre getroffenen Entscheidungen, warum sie dies jetzt tut, nicht so ganz nachvollziehen, wohingegen ihre Ängste und Zweifel besonders deutlich hervorgehoben sind und ich mir für den wahren Grund ihrer Handlung ein wenig mehr Tiefgang gewünscht hätte. Aber auch die anderen Charaktere sind sehr liebenswert und weisen eine Menge Eigenschaften auf, noch dazu da sie ein verzwicktes Doppelleben führen. Da haben wir Ava, die zu Beginn der Geschichte Kates neue Klassenkameradin spielt und in deren Augen ein mannsbesessenes Partyluder zu sein scheint, durch diese Ansichten haben die beiden nicht gerade einen guten Start, da sie von Grund auf verschieden zu sein scheinen. Diese mannsbesessene Art Avas hat jedoch in Bezug auf ihr göttliches Dasein in der griechischen Mythologie eine fungierende Rolle. Jedoch durch eine miese Intrige seitens Ava und den weiteren Verlauf der Geschichte entwickelt sich eine „etwas eigenartige“ Freundschaft zwischen den beiden und sie sind auf einmal Best Friends. James hingegen scheint ein merkwürdiger Typ zu sein, mit seinen Kopfhörern und der Art wie er Pommes-Häuschen baut. Allerdings erweist er sich als sehr hilfsbereit und auch zwischen ihm und Kate entsteht eine außergewöhnliche Freundschaft, jedoch scheint mir seine Rolle als mythischen Wesen ein wenig Zwielichtig, da er sozusagen zwischen den Stühlen steht. Tja, dann haben wir aber auch noch den geheimnisvollen Henry, dessen Schicksal in Kates Händen zu liegen scheint und den so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Mit seiner sanftmütigen Art, seinen dunklen Haaren und den nach Mondlicht leuchtenden Augen, hat er mich am meisten in seinen Bann gezogen. In seinem göttlichen Dasein als Hades, der Herrscher der Unterwelt, der die sterblichen Seelen bewacht und ihnen ihren Weg weist, auf der Suche nach einer neuen Königin, die gemeinsam mit ihm regiert, da seine geliebte Persephone ihn vor über 100 Jahren wegen eines Menschen (Adonis) verlassen hat und nun durch seine Liebe zu ihr Qualen erleidet als faszinierendster Charakter beschrieben.

Der Titel „ Das göttliche Mädchen“ ist treffend gewählt. Er reflektiert die gesamte Geschichte wieder und auch die Covergestaltung finde ich sehr erwähnenswert. Es zeigt ein Mädchen in einem weißen Kleid, das sich sichtlich von den verschiedenen Grüntönen des mit Farnen und Blättern bewachsenen Waldbodens abhebt. Auch der Titel sticht in einem glänzenden Weiß hervor und wirkt durch seine antike Schrift mit den Verzierungen und der speziellen Prägung sehr ausgefallen. Der Gesamteindruck des Covers wirkt dadurch sehr mystisch.

Aber worum genau geht es in dem Buch? Kate folgt dem Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter und fährt mit nach Eden um dort ihre letzten gemeinsamen Tage zu verbringen. An ihrer neuen Schule lernt sie James und Ava kennen. James scheint ihr zu Beginn ein wenig auf den Nerv zu gehen und mit Ava hat sie auch keinen so guten Start, da sie von ihrer Einstellung was „Männer“ betrifft Grund auf verschieden sind. Schließlich hat Ava es geschafft Kate unter Vorwand auf eine angebliche Party auf dem geheimnisvollen Grundstück Eden Manors zu locken und sie dort in eine gemeine Intrige zu verwickeln. Doch es passiert ein Unfall und als Ava scheinbar tot zu sein scheint, taucht wie aus dem Nichts Henry auf und bietet Kate an Ava zu helfen, wenn sie bereit ist sich auf einen Deal mit ihm einzulassen. Als Kate den Handel ablehnt, stirbt Ava plötzlich und Kate wird von Zweifeln geplagt. Schließlich lässt sie sich doch auf den Handel mit Henry ein unter der Bedingung, dass er alles daran setzt ihre Mutter zu retten. Nun erfährt Kate Dinge, an die sie so niemals geglaubt hätte und wird eingeweiht in die Welt der griechischen Götter…

Mehr möchte ich euch nicht verraten, da ich euch sonst die ganze Spannung nehmen würde, so mal der Klappentext ja auch schon so einiges vornweg nimmt. Daher kann ich nur sagen, lest selbst und lasst euch überraschen!


Mein Fazit:

Eine fantastische Geschichte basierend auf der griechischen Mythologie, durchsetzt mit Liebe, Leid und Trauer, sowie vielseitigen Charakteren. Locker flockig zu lesen. Absolut empfehlenswert!

Kommentare:

  1. Hey,

    ich habe das Buch auch gerade auf meinem Blog rezensiert und mir hat es auch seeehr gut gefallen. ich habe auch schon Band 2 und 3 und freue mich nun aufs weiterlesen! Deine Rezension gefiel mit auch super, die Elche sind cool^^

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    1. Huhu,

      Band 2 habe ich vor einiger Zeit auch schon gelesen, muss ich nur noch rezensieren. Band 3 fehlt mir leider noch. aber ich freue mich schon riesig drauf :)

      Danke, wollte kein Bild aus dem Internet nehmen und habe meinen Elch kurzerhand selbst niedergekritzelt!

      Liebe Grüße
      Elchi

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