[REZENSION] "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" von Suzanne Collins

Elchi | Sonntag, 7. Oktober 2012 |

Autorin: Suzanne Collins
Gebundene Ausgabe: 414 Seiten
Verlag: Oetinger Verlag (Juli 2009)
Genre: Dystopie / Jugendbuch
Originaltitel: The Hunger Games
deutscher Titel: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 / 15 Jahre
ISBN-10: 3789132187
ISBN-13: 978-3789132186
Preis: 17,90 €

Teil einer Reihe? Ja, 1. Teil
(Die Tribute von Panem #1) /
(The Hunger Games #1)


Inhaltsangabe: (Quelle: Klappentext)

Mögen die Spiele beginnen!

Als Katniss erfährt, dass das Los auf ihre kleine Schwester Prim gefallen ist, zögert sie keinen Moment. Um Prim zu schützen, meldet sie sich an ihrer Stelle für die alljährlich stattfindenden Spiele von Panem – in dem sicheren Wissen, damit ihr eigenes Todesurteil unterschrieben zu haben. Denn von den 24 Kandidaten darf nur ein einziger überleben.  Zusammen mit Peeta, einem Jungen aus ihrem Distrikt, wird Katniss in die Arena geschickt, um sich dem Kampf zu stellen. Beiden ist klar, dass sie sich früher oder später als Feinde gegenüber stehen werden. Doch dann rettet Peeta Katniss das Leben…

„Ich war wie besessen von dem Buch und konnte es nicht mehr aus der Hand legen.“ Stephenie Meyer


Meine Meinung:

Suzanne Collins hat mit der „Die Tribute von Panem – Trilogie“ ein erstaunliches Werk erschaffen, dieses weltweit Jung und Alt begeistert.

„Tödliche Spiele“ ist der erste Teil einer neuen Dystopie. Der Aufbau der Handlung ist Suzanne Collins in der Tat gelungen, durch ihre ständigen Wendungen baut sie eine ungeheure Spannung auf, diese einen im einen Moment Hoffnung gibt und im nächsten Moment wieder zerschlagen wird. Man fiebert und leidet von Beginn an mit den Protagonisten, Katniss und Peeta mit. Collins verleiht der Geschichte Lebendigkeit indem sie Kritik an der heutigen Gesellschaft ausübt und uns mit Themen, wie „Liebe und Hass“, „Macht und Unterdrückung“, „Wohlstand und Armut“, sowie „Kampf und Leid“ konfrontiert. Auch spiegelt sie die heutigen Trends wie Casting- und Reality-Shows vereint mit Kampfszenen aus Computerspielen mit einer gewissen Menge an Brutalität wieder. Daher war ich zu Beginn der Geschichte erst einmal etwas schockiert, da ich damit nicht gerechnet habe – aber die Story hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich es nicht erwarten konnte wie es weitergeht.

Die Handlung spielt in Panem, einem Land, das nach der Zerstörung Nordamerikas entstanden ist und in 12 Distrikte eingeteilt wurde. Die Bewohner der 12 Distrikte sind verarmt und leben in miserablen Verhältnissen. Sie werden von dem Kapitol, dessen Bewohner im Luxus- und Schönheitswahn leben, unterdrückt. Um die Macht des Kapitols zu demonstrieren, finden jährlich die sogenannten „Hungerspiele“ statt. Diese werden als eine Art Reality-Show im Fernsehen live ausgestrahlt. Aus jedem Distrikt werden jeweils ein Mädchen und ein Junge im Alter zwischen 12 und 18 Jahren ausgelost – die sogenannten „Tribute“ – um in der Arena bis zum Tod (es darf am Ende nur einen Sieger geben) zu kämpfen.

Aus Katniss‘ Distrikt – Distrikt 12 – werden Peeta und ihre kleine Schwester Prim (sie befindet sich dieses Jahr das erste Mal unter den Losen; mit zunehmendem Alter werden es pro Person auch mehr Lose) gezogen. Katniss kann den Gedanken, dass ihre kleine Schwester in die Arena soll nicht ertragen und meldet sich „freiwillig“ als Tribut. Anfangs fällt es einem etwas schwer sich mit Katniss zu identifizieren, obwohl sie eine bemerkenswerte Protagonistin ist. Sie wirkt zunächst ein wenig kühl und emotionslos, was jedoch daran liegt, dass sie bereits als kleines Mädchen ihre ganze Familie ernähren musste und immer heimlich in den Wald geht um zu jagen und die Beute dann auf dem Markt zu verkaufen. Ihr Vater ist in den Mienen bei einer Explosion ums Leben gekommen und ihre Mutter seitdem in einer Art Trance.  Katniss weigert sich strikt ihre Gegenspieler umzubringen, doch wenn sie als Siegerin aus dem Spiel hervor gehen will, bleibt ihr nichts anderes übrig.  Die Zwickmühle, in der sie sich befindet und ihr „innerer Kampf“ werden von der Autorin sehr schön beschrieben.

Die Arena selbst ist wie ein Computerspiel als Kraftfeld aufgebaut. Sollte es dem Kapitol in Bezug auf das gegenseitige Töten der Tribute nicht schnell genug gehen, so lässt es die Spielemacher ein paar „Spezialeffects“ im Sinne von Fallen programmieren und erschafft somit eine Hetzjagd auf die Tribute. Damit die Tribute wissen, wie viele Gegenspieler noch übrig sind, wird jeden Abend eine Kanone mit Leuchtfeuer, die die Bilder der jeweiligen Verstorbenen in den Himmel produziert, abgefeuert. Die Tribute haben die Chance sich bei Sponsoren beliebt zu machen um nützliche Hilfsmittel, wie z. B. Heilsalben, Lebensmittel oder Waffen, als kleine Päckchen in die Arena geschickt zu bekommen. Bevor die Spiele überhaupt losgehen, werden die Jungen und Mädchen in verschiedenen Kampf- und Überlebenstrainings geschult.  Jeder Tribut hat dabei seinen eigenen Mentor. Katniss‘ Mentor ist Haymitch, ein ehemaliger „Hungerspielsieger“ mit großem Alkoholproblem. Er hat einen Plan und rät Katniss und Peeta sich im Kampf zu verbünden und somit das Publikum zu begeistern. Noch vor den Spielen beim großen Interview und der Vorstellung der einzelnen Tribute gesteht Peeta Katniss seine Liebe. Das Publikum ist außer sich und Haymitch rät den beiden als Liebespaar zu fungieren.  Gesagt, getan… Am Ende sind nur noch Katniss und Peeta übrig, aber was nun – es darf doch nur einen Sieger geben?! Oder???

Um dies heraus zu finden, müsst ihr das Buch selber lesen; auch ob Katniss Peetas Liebe erwidert…?!

Um das Buchcover nicht zu vergessen… Ich finde auch dieses sehr schön aufgemacht. Es bildet die Protagonistin Katniss ab, diese sich hinter den blutbefleckten grünen Blättern versteckt hält.


Fazit:

Absolut empfehlenswert! – Eine mitreisende Geschichte mit tollen Protagonisten, einer fließenden Handlung, aktuellen Themen, vielen Wendungen und Spannung bis zur letzten Seite!

PS: Mittlerweile gibt es ja sogar schon den ersten Teil als Verfilmung, wobei mir die Bücher wesentlich besser gefallen haben, da sie viel detaillierter sind. Des Weiteren gibt es auch schon ein PC Spiel davon.




Zur Autorin:

Suzanne Collins ist eine US-amerikanische Autorin, die 1962 in New Jersey geboren wurde. Ihre Karriere begann sie 1991 für das amerikanische Kinderfernsehen.  2003 erschien dann ihr erstes Kinderbuch und 2008 dann der erste Teil von „The Hunger Games“ (amerikanischer Originaltitel).


Die Trilogie:


Originalausgabe:

Kommentare:

  1. Ich liebe die Trilogie und freue mich schon so drauf,dass der enue Schuber bald erscheint, da ich den vorigen verpasst habe. xD

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    1. Ja, ich fande die Trilogie auch total super, war vorallem überrascht und wie gesagt zu Beginn leicht schockiert, da ich solche Handlungen nicht erwartet hätte...

      Habe die amerikanische Ausgabe als gebundene Bücher im Schuber ;)

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